Mit 62 kam ich kaum noch die Treppe hoch – heute trainiere ich wieder

Mit 62 wog ich 113,5 Kilogramm bei 177 cm Körpergröße.
Ich war nicht bettlägerig.
Ich war auch nicht „offensichtlich krank“.

Aber ich kam die Treppe nicht mehr hoch, ohne außer Atem zu sein.

Bluthochdruck war da.
Cholesterin war hoch.
Ich habe funktioniert – aber leistungsfähig war ich nicht mehr. Ich habe mit meinem Sohn eine Arbeitsplatte in den zweiten Stock getragen.
Zu meiner Schande muss ich sagen: Ich habe es nicht geschafft.

Keine Kraft. Keine Luft.

Das war kein dramatischer Notfall.
Aber es war ein klares Signal.

Wenn ich das mit 62 nicht mehr schaffe –
wie soll das in fünf Jahren aussehen?

Selbst der wöchentliche Einkauf wurde anstrengend.
Ich wollte nicht jedes Mal meinen Sohn bitten müssen.

Also habe ich mir vorgenommen: Abnehmen.Der Weg

Ich habe recherchiert.
Klassische Diäten kamen für mich nicht infrage.

Auf der YouTube-Seite eines Arztes bin ich auf eine Videoreihe zur ketogenen Ernährung gestoßen.
Dort habe ich verstanden: Es gibt einen Fettstoffwechsel.
Der Körper kann lernen, Fett als Hauptenergiequelle zu nutzen.

Das klang logisch. Genau das brauchte ich.

Ich habe viele Videos angeschaut und das Konzept für mich angepasst.
Keto ist oft sehr fettlastig – ich habe stärker auf Protein gesetzt.
Kohlenhydrate habe ich fast komplett gestrichen.

Die ersten Tage waren nicht angenehm.
Leichte „Entzugserscheinungen“, etwas Unwohlsein – nichts Dramatisches.

Zusätzlich habe ich 2–3 Mal pro Woche mit Krafttraining begonnen.

In vier Monaten habe ich 15 kg abgenommen.Was viele unterschätzen

Ein Kilogramm Körperfett entspricht ungefähr 7.000 kcal.

Das bedeutet:
Für 1 kg Fettverlust brauchst du ein Defizit von rund 7.000 kcal.

15 kg in 4 Monaten sind kein Spaziergang.
Das ist konsequent.

Aber: Es ist machbar.

Wichtig ist, langsam zu starten.
Nicht mit 1.000 kcal Defizit.

Ich würde heute empfehlen:
Mit 300–500 kcal beginnen.

Irgendwann kommt ein Plateau.
Dann kann man nachjustieren.

wenn du deinen kalorienbedarf wissen willst.


Nach vier Monaten wollte ich wieder Spaghetti Bolognese essen.
Ich habe meine Ernährung auf Low Carb umgestellt.

Ziel war nicht mehr Abnehmen.
Ziel war: Gewicht halten – und nicht in alte Muster zurückfallen.

Das ist mindestens genauso wichtig. Ich habe nicht nur weniger gegessen.
Ich habe auch anders gegessen.

Oft geht es nicht um Verzicht, sondern um Austausch.

Statt Butter nehme ich heute zum Beispiel Frischkäse auf Joghurtbasis.
Statt normaler Marmelade eine mit deutlich weniger Zucker.

Das sind keine radikalen Maßnahmen.
Aber über Wochen und Monate machen solche kleinen Änderungen einen Unterschied.

Man muss nicht alles streichen.
Man muss nur wissen, was man ersetzt.

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